Wochenenden

Ich hasse Wochenenden. Du kommst immer so verdammt spät nach Hause. Ich bin in unserer Wohnung hin und her gerannt, ich konnte nicht still sitzen, ich konnte es nicht erwarten, dich wieder bei mir zu haben. Und ich weiß nicht, woher es kam, aber ich hatte so unsäglich lust auf dich, das meine Hände zitterten. Ich erwischte mich dabei auf meiner Unterlippe herum zu kauen, eine furchtbar schlechte Angewohnheit. Ich mache das nur, wenn ich Nervös bin. Oder beim Sex.

 

Um 5 nach 2 hast du die Tür aufgesperrt. Ich bin auf dich zu geeilt, mit schwebenden schritten, hab die Arme um deinen Hals geschlungen und dich geküsst, noch bevor du richtig da warst. Deine grünen Augen hab mich angesehen. Ein kleines Funkeln konnte ich darin entdecken. "Was ist denn mit dir los?" hast du gesagt und angefangen zu grinsen. "Ich will dich so", hab ich dir ins Ohr gehaucht. Der Weg von unserer Haustür bis zum Schlafzimmer war übersäht mit Kleidungsstücken, die während unseren Küssen von uns abfielen, und ich spürte deinen Körper, der mich nach jetzt fast einem Jahr immer noch jeden Tag um den Verstand bringt. Ich kann mich nicht satt sehen, nicht satt fühlen von dir. Ich will immer mehr.

 

Meine Finger wanderten über deinen Bauch, zogen Linien an deinem Rücken, und dann fielen wir aufs Bett, und als hätte ich es inszeniert löste sich genau ibn diesem Moment meine Haarspange... Ich kam mir vor wie in nem schlecht gemachten Film, aber es hatte auch was für sich als sich meine Haare wie ein goldener Wasserfall auf deiner Brust augebreitet haben. Du hast gegrinst, gesagt, dass du meine Haare liebst und bist durch meine Haare gefahren, hast dabei meine entblößten Nippel kurz gestreift, was mich kurz mit dem Atem stocken ließ, ich hatte Gänsehaut, und noch mit meinen Haaren in deiner Hand legtest du mir eine Hand in den Nacken, die andere um meine Tailie und mit einem Ruck von deiner Kraft lag ich unter dir.

 

Ich hab gezittert und du hast gesagt, das du so drauf stehst, mich zu beobachten, es sei denn, mir wäre grade kalt. Ich musste sofort kichern und du bist mit dem Lausbuben lachen eingestiegen. Ich fühl mich so wohl bei dir. Dein Kuss danach war unendlich sanft und doch zog er eine Spur die wie Feuer brannte, als er meine Lippen verließ, denn Hals hinab glitt, am Schlüsselbein verharrte, dann erst die eine und anschließend die andere Brustwarze in den Mund nahm. Die spur zog sich tiefer und meine Beine zitterten schon vor verlangen, deine Lippen zwischen sich zu spüren. Mein Bauch war angespannt, meine Schultern drückten sich in die Matraze, ich kaute schon wieder auf meiner Lippe herum, während mir leise Seufzer und leichtes gestöhne entwich....

 

Du hast mich gestreichelt, mich geküsst, und mir wurde heiß und kalt, doch ich wollte doch endlich, endlich mit dir schlafen....

 

Ich hab dich auf den Rücken gedreht, deinen Hals geküsst, mit meiner Zunge die vertiefungen zwischen deinen Muskeln getastet, zwischendurch deine Eichel mit meiner Zungenspitze geneckt und während der ganzen Zeit sanft deine Eier gestreichelt. Ich mag es, wenn deine Unterlippe zittert, weißt du das eigentlich, wie sehr ich es genieße dir zuzusehen, wenn du deine Beherrschung verlierst? Ich hab mich auf dich gelegt, und während wir uns küssten konnte ich spüren, wie du unter der Wärme zwischen meinen Beinen und der kühle des Piercings dort erzittert bist. "Nimmst du mich jetzt endlich?" Hab ich dich gefragt, und ich weiß gar nicht mehr, wie es ging oder wie du es gemacht hast -  aber nicht mal eine Sekunde später lag ich unter dir spürte dich in mir, wie du mich ausgefüllt hast, konnte deinen Puls in mir rauschen fühlen, deine Zunge auf meinem Nippel, und deine Augen sagten mir "Warum hat das so lange gedauert, bis du gefragt hast?".

Dein Atem war wie Feuer an meinem Hals während du mit mir schliefst, und meine Nägel hinterließen Zeichen wie Brandwunden in deinen Schultern.

Als ich an deiner Schulter lehnte, so um 3:48, wie mir die Uhr in unserem Wohnzimmer verkündete, und ich an meiner Zigarette zog sagtest du, nüchtern als würdest du vom Wetter reden. "Ich mag unseren Sex." Ich  grinse. Und denke mir, dass Vorfreude doch eigentlich ziemlich schön ist und Wochenenden vielleicht doch gar nicht so übl.

17.5.08 13:14

bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Begeiserte Leserin (17.5.08 19:07)
und wieder bin ich nicht enttäuscht worden
Wow. Deine Texte sind großartig!


süchtige (24.5.08 15:20)
super.
hab mich schon gefreut.
hoffe, dass ihr eine schöne wohnung habt.
bin natürlich süchtig, nach weiteren texten <3


süchtige (9.6.08 19:50)
och mensch.
immer noch nicht gebloggt.
schade.


Inga / Website (26.6.08 21:48)
Elisabth, wie geht es euch??

Ich warte auch mehr oder weniger gespannt auf Neuigkeiten. Nur so klitzekleine )!

Viele Grüße, Inga.


süchtige (7.12.08 14:44)
hallo ?
seid ihr noch da ?
bitte schreib doch mal wieder.
liebe grüße.


süchtige. (4.3.09 12:26)
bitte. bitte. bitte.
<3

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